Europa ohne christliche Werte?

18.01.2026

von Dr. Dirk Hermann Voß


Die Länder und Völker Europas, die einmal als das christliche Abendland bezeichnet wurden, befinden sich aktuell in einer der größten Umbruchphasen ihrer Geschichte, die zugleich als ein globaler Wettbewerb der Systeme, Weltanschauungen, philosophischen Ideen und politischen Programme verstanden werden muß. Manches Gewohnte und Liebgewonnene oder auch nur lange als gedankenlose Konvention Fortbestehende erscheint dabei in Frage gestellt. Der Internationale Vizepräsident der Paneuropa-Union Dirk Hermann Voß geht der Frage nach, ob und gegebenenfalls wie christliche Werte in Europa auch weiterhin eine Zukunft haben. 

Dirk Hermann Voß, Internationaler Vizepräsident der Paneuropa-Union
Dirk Hermann Voß, Internationaler Vizepräsident der Paneuropa-Union

Während christlicher Glaube und daraus erwachsende Wertvorstellungen in vielen Teilen der Welt im Alltag spürbar erstarken, haben sich in Europa medial sehr präsente Meinungsmacher an die radikale „Umwertung der Werte“ und von abendländisch-christlichen Gesellschaftsregeln im Sinne einer im Ursprung neomarxistischen Ideologie gemacht. Diese reklamieren die ideologische Vorherrschaft eines libertären Laizismus, der liberale Wirtschaftsmodelle mit sozialistischer Gesellschaftspolitik verbindet und sich die Deutungshoheit über wesentliche Inhalte des menschlichen Zusammenlebens anmaßt.
Im Mittelpunkt stehen dabei der Angriff auf das klassische Verständnis von Ehe und Familie, die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften mit der regulären Ehe und die Aushöhlung des Lebensschutzes auf den Gebieten Bioethik, Abtreibung und Euthanasie zugunsten einer subjektiven Dispositionsmacht des „autonomen Menschen“ nach seinen jeweils wechselnden Interessen.
Wer den Meinungsmachern des neuen Laizismus und eines moralischen Relativismus widerspricht, sieht sich unversehens der Ächtung durch die Gralshüter der neuen Lehre in gewissen Medien und im Internet ausgesetzt.
Wer etwa für den uneingeschränkten Schutz auch der ungeborenen Kinder eintritt oder glaubt, daß die Ehe eine auf Dauer angelegte Gemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau ist, oder daß Kinder eine stabile Familie brauchen, gilt als „Fundamentalist“. Wer Homosexuellen zwar tolerant begegnet, Homosexualität aber nicht politisch propagieren oder fördern will, wird der „Homophobie“ bezichtigt.
Die bindungslose Beliebigkeit des „neuen“ Menschentypus, für den alles erlaubt sein soll, eine gefühlte „Diktatur des Relativismus“ scheint die aus christlicher Lebenserfahrung  erwachsenen Institutionen und Werte massiv in Frage zu stellen. 
Haben also christliche Werte im gegenwärtigen Meinungsdiskurs in Europa keine Zukunft mehr? Oder steht Europa im Gegenteil vor einem neuen religiösen Zeitalter, wie dies der französische Philosoph, Literat und Kulturpolitiker André Malraux, der zeitweise selbst dem Marxismus anhing, schon vor mehr als sechs Jahrzehnten prophezeite? 
Um diese Frage beantworten zu können, ist es zunächst erforderlich, sich schonungslos klar zu werden, daß in einer demokratischen Mediengesellschaft christliche Werte nicht selbstverständlich unbegrenzte Lebensdauer und allgemeine Geltung oder sogar Allein-Geltung beanspruchen können. Der „gute und gerechte christliche König“, den sich manch einer wünschen mag und der die Dinge in die „rechte Ordnung“ bringen kann, ist eine schöne, aber irreale Illusion, die mit der pluralen Wirklichkeit unserer Tage rein gar nichts zu tun hat. 
In dieser Lage ist jedoch weniger eine rückwärtsgewandte „christliche Traditionspflege“ oder ein angstvolles bloßes Bewahren christlicher Konventionen gefragt als vielmehr christliche Erneuerung.
Gerade Christen und solche, die christliche Werte für eine humane Gesellschaft für  unverzichtbar halten, sollten sich bewußt sein, daß christlicher Glaube und christliche Gesellschaftsregeln über 300 Jahre lang – bis zur sogenannten Konstantinischen Wende um das Jahr 380 nach Christus, – in deren Verlauf das Christentum unter dem römischen Kaiser Konstantin I. erst allmählich zur Staatsreligion avancierte, keineswegs die Mehrheitsüberzeugung in der damals bekannten Welt darstellten.  

Die konstantinische Wende 

Erst die konstantinische Wende machte aus der bis zum Jahr 313 nach Christus verbotenen und teils blutig verfolgten christlichen Kirche eine zunächst geduldete, dann rechtlich privilegierte Institution und zuletzt unter Kaiser Theodosius I. eine eng mit dem politischen und kulturellen System verbundene Reichskirche, die insbesondere das Gesicht Europas und das Leben seiner Menschen über Jahrhunderte nachhaltig geprägt hat – und die gleichwohl in verschiedenen Epochen immer wieder auch kritisch hinterfragt und angefeindet wurde.
Obwohl sich heute weltweit 1,3 Milliarden Menschen zum christlichen Glauben und seinen Werten bekennen, ist Christenverfolgung aus religiösen, politischen, wirtschaftlichen oder ethnischen Gründen in vielen Teilen der Welt eine Realität. 
Dabei stellt sich unmittelbar die Frage, was Christen heute in zahlreichen Ländern der Erde veranlaßt, trotz solcher Verfolgung oder Diskriminierung an ihrem Glauben festzuhalten, oder wie die Christen vergangener Epochen den gewalttätigen Übergriffen der Französischen Revolu-tion, des Nationalsozialismus und des real existierenden Sozialismus und Kommunismus sowie anderer glaubensfeindlicher Despotien erfolgreich widerstehen konnten – und was sie befähigen kann, dem modernen praktischen Atheismus des neuen Laizismus und seinen Folgen in den sogenannten Wohlstandsgesellschaften unserer Tage entgegenzutreten.
Hierbei lohnt ein Blick auf die Anfänge des christlichen Glaubens. Die ersten Jünger Jesu waren weder finanziell gut ausgestattet, noch verfügten sie über meinungsstarke Massenmedien, mächtige Influencer, Parteien oder Parlamentsmehrheiten.
Aber was glauben Christen eigentlich, was hat die Anziehungskraft der christlichen Botschaft durch die Jahrhunderte ausgemacht, und was kann sie befähigen, diesen Glauben zur erneuerten Wertebasis einer modernen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts zu machen? 
Christen glauben an einen Schöpfergott, der die Welt und den Menschen aus dem Nichts geschaffen hat. Daraus folgt etwas sehr Wichtiges, nämlich daß alle Menschen unterschiedslos „Kinder Gottes“ sind. Von Anfang an ist der so geschaffene Mensch mit freiem Willen ausgestattet, was nicht weniger bedeutet, als daß sich der Mensch auch gegen Gott entscheiden kann. Der Schöpfergott des jüdischen wie des christlichen Glaubens ist auch der Gott, der in die Geschichte eingreift und für die Menschen nahbar ist. Das Alte Testament berichtet von unzähligen Begebenheiten, in denen sich Menschen unmittelbar im Dialog an Gott wenden und in denen Gott selbst dem Menschen Hinweise und Empfehlungen gibt, wie menschliches Leben gelingen kann. 
Die weltgeschichtlich bedeutsamsten solcher „Empfehlungen“ sind die Zehn Gebote des Sinai, die nach dem Bericht im 2. Buch Mose (Exodus) Gott selbst dem Moses übergeben hat. 

Regeln für eine 
gute Ordnung

Die Zehn Gebote beschreiben einen für den Bestand einer Gesellschaft unerläß-lichen Konsens im Sinne einer „guten Ordnung“, die, bei allen historischen Unterschieden im einzelnen, in ihrem Wesensgehalt zur gemeinsamen Rechtstradition aller europäischen Völker geworden ist und ihre staatlichen Rechtsordnungen, einschließlich ihrer sanktionierenden Gewährleistung durch das Strafrecht, über viele Jahrhunderte nachhaltig bestimmt hat. 
Sie beschreiben ein Grundsubstrat an Regeln, die ein erstrebenswertes menschenwürdiges Zusammenleben aller – unabhängig vom sozialen Status des Einzelnen, von Alter, Herkunft und Geschlecht, von Bildung, Vermögen oder Einkommen – sicherstellen. 
In einer durch die Aufklärung transformierten Gestalt haben sie auch Eingang in das aufgeklärte universelle Naturrecht gefunden. Gekennzeichnet ist diese „ideale“ Ordnung durch die grundlegende gegenseitige Begrenzung der Freiheit des Einzelnen aufgrund der Freiheit und der unveräußerlichen Rechte des jeweils Anderen und deren unverhandelbarem Geltungsanspruch. 
Diese Werte sind insbesondere das unantastbare Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit jedes Menschen, auf Freiheit, Sicherheit und Eigentum, der Schutz von Ehe und Familie und die Überzeugung, daß der Staat für den Menschen da ist und nicht der Mensch für den Staat, woraus sich sowohl Abwehrrechte des Einzelnen gegen staatliche Übergriffe als auch soziale Teilhabeansprüche ableiten lassen. Aus der Gegenseitigkeit dieser vom Schöpfer dem Menschen zugesprochenen Grundrechte folgt auch die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen für das Gemeinwohl und die Verpflichtung, schuldlos in Not Geratenen, Armen, Kranken und Alten persönlich wie auch als Gesellschaft beizustehen. 
In einer Zeit, in der Wissenschaft und Technik fast alles möglich erscheinen lassen und das menschliche „Können“ unbegrenzt zu sein scheint, stellt sich immer dringlicher die Frage nach dem „Dürfen“ und damit nach den ethischen Grenzen für menschliches Handeln. Der christliche Glaube und seine vom älteren Judentum übernommenen Regeln der Zehn Gebote sind unter einem sehr modernen Aspekt die Garantie für eine ideale menschliche Ordnung, welche die Grenzen des Machbaren im Interesse der Menschlichkeit anerkennt.   
Die ersten drei der überlieferten Zehn Gebote des Sinai machen deutlich, worum es auch in Zukunft mehr denn je geht: „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben“, „Du sollst Dir kein Kultbild machen“ und „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen“ bedeuten im religiösen Sinn, aber auch im säkularen politischen und gesellschaftlichen Leben, daß kein Staat, kein Herrscher, keine Ideologie und keine materiellen Güter als Götzenbilder und höchste Instanz verherrlicht werden sollen und deren Verherrlichung nicht angeordnet werden darf. Sie bedeuten auch, daß keine irdischen Begehrlichkeiten im Namen Gottes geltend gemacht werden dürfen, wie dies bis in unsere Gegenwart in angeblichen Religionskriegen geschieht. 
Diese Regeln sind – schon wegen ihrer unbedingten Gegenseitigkeit – für jeden billig und gerecht denkenden Menschen guten Willens unmittelbar einleuchtend. Wer könnte ernsthaft nicht wollen, daß der Nachbar sein Lebensrecht achtet und ihm weder nach dem Leben trachtet noch unrechtmäßig nach seinem Besitz oder nach seinem Lebenspartner, daß der Andere ihn nicht belügt oder verleumdet, oder daß sein Partner ihn nicht betrügt und nicht die Ehe bricht? Und wer könnte bestreiten, daß diese Regeln auch für den anderen gelten und damit ihn selbst schützen?

Werte, die 
gegenseitig schützen

Eine radikale Verschärfung dieser Regeln für ein „gutes Leben“ hat der Schöpfergott nach dem Glauben der Christen durch die Geburt, das Leben und Sterben seines Sohnes Jesus Christus als Mensch und Gott unter den Menschen bewirkt, indem Jesus Christus den „erlösten“ neuen Menschen „sein neues Gebot der Nächstenliebe“ und ewiges Leben nach dem irdischen Tod als „Frohe Botschaft“ gegeben und vorgelebt hat, verbunden mit dem Auftrag, diese Botschaft allen Völkern der Erde zu verkünden. 
Die aus dem Judentum hervorgegangenen ersten Christen haben sich – dem Vorbild der radikalen Nächstenliebe ihres Herrn folgend – von Anfang an den Ausgestoßenen, den Armen und Mittellosen, den Ohnmächtigen, den Alten, den Kranken, den körperlich und seelisch Leidenden, den Hilfsbedürftigen, den ungerecht Behandelten und den Sterbenden zugewandt. Deren Zahl ist bis in unsere Gegenwart ungemessen. Sind nicht letztlich alle Menschen in der einen oder anderen Weise oder in bestimmten Phasen ihres Lebens Kleine, Ohnmächtige, Ausgestoßene, Arme, Hilfsbedürftige? Ist nicht das Leben von Millionen Menschen jederzeit von Krankheit, Alter, Einsamkeit und Schmerz bedroht, und erwartet nicht jeden Menschen am Ende der biologische Tod? 
Wer würde sich – besonders in unserer Zeit – nicht Menschen wünschen, die sich ihrer Mit-Menschen in den zahllosen Abhängigkeiten und Armseligkeiten unterschiedlichster Art vorbehaltlos annehmen und ihnen Trost und Hilfe geben? Wer würde sich nicht Menschen wünschen, die nicht nur den eigenen Vorteil suchen, die Böses nicht mit Bösem vergelten, die Gewalt nicht erwidern, sondern Versöhnung leben, das Gute wollen und Frieden stiften? 

Raum für
Alte und Schwache

Der Schriftsteller Heinrich Böll, der kein frömmelnder Phantast und schon gar nicht ein christlicher Traditionalist war, hat 1957 sehr nüchtern konstatiert: „Selbst die allerschlechteste christliche Welt würde ich der besten heidnischen vorziehen, weil es in einer christlichen Welt Raum gibt für die, denen keine heidnische Welt je Raum gab: für Krüppel und Kranke, Alte und Schwache und mehr noch als Raum gab es für sie: Liebe für die, die der heidnischen wie der gottlosen Welt nutzlos erschienen und erscheinen.“
Das neben die Zehn Gebote getretene spezifisch christliche Grundsatzprogramm ist in der „Bergpredigt“ als Wort Jesu (Evangelium nach Matthäus 5, 1-12) überliefert: Als „selig“ und „Erben des Himmelreichs“  werden darin diejenigen gepriesen, die ihr Glück nicht in materiellem Besitz suchen (die Armen im Geiste), die Sanftmütigen, die Trauernden, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, die Barmherzigen, die reinen Herzens sind, die Friedfertigen – und nicht zuletzt diejenigen, die Verfolgung wegen ihres Glaubens erleiden. 
„Vater unser … dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ – die dritte Bitte des Vaterunsers, das Christen nach der Weisung ihres Herrn seit über zweitausend Jahren beten, ist von ihnen seit jeher als Aufruf verstanden worden, den offenbarten göttlichen Willen auch im Hier und Jetzt, im gesellschaftlichen und politischen Leben, zu verwirklichen. 
Daraus sind christliche Lebenshaltung, christliche Werte, christliche Politik, christliche Gesetzgebung und christliche Kultur im weitesten Sinne entstanden.
Diese christlichen Werte haben durch die Jahrhunderte tiefe Spuren in Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft gezogen und eindrucksvolle Zeugnisse hinterlassen: Die christliche Soziallehre ist ein wuchtiges Beispiel dafür. 
Aber auch die zutiefst christliche Überzeugung, daß der Mensch – von der ersten Sekunde seiner Existenz bis zur letzten – ein Geschöpf Gottes ist und er sein Leben und seine Würde nicht dem Staat, einer Partei, einer Rasse oder einer Klasse verdankt, und ihm deshalb diese Würde (Menschenwürde!) kein Staat, keine Partei, keine Rasse und keine Klasse nehmen kann. 
Das hat durch die Jahrhunderte zuerst im Heiligen Land, dann in Europa und schließlich in aller Welt auch zahllose Menschen überzeugt, denen es besser ging als anderen, die Reichtum und Macht besaßen, die Welt besser zu machen, und dies in christlicher Überzeugung auch unternahmen. Dieser zündende Gedanke hat ausgehend von seinem Ursprung in Bethlehem und Galiläa über Europa die ganze Welt elektrisiert und Millionen Menschen buchstäblich von ihren selbst oder durch andere auferlegten Zwängen und Ketten gelöst.
Besonders fruchtbar und wirksam wurden diese klassen-, rassen- und herkunftsübergreifenden Werte in den christlich geprägten Volksparteien im Europa der Nachkriegszeit, in denen sich „angesichts des Trümmerfeldes, zu dem eine Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Menschen die Überlebenden des Zweiten Weltkriegs geführt hat“, wie es in der Präambel der bayerischen Verfassung von 1946 heißt, Arme und Reiche, Unternehmer und Arbeiter, Städter und Landbewohner, Liberale und Traditionalisten auf der Grundlage gemeinsamer christlicher Überzeugungen und jenseits aller Partikularinteressen zusammenschlossen.

Nicht nur eine 
politische Floskel

Wenn heute allenthalben die Spaltung der Gesellschaft und ein grassierender Gruppenegoismus beklagt werden, hat das auch etwas zu tun mit einem schleichenden Verdunsten gemeinsamer christlicher Werte, die konkret sind und nicht nur eine politische Floskel.
Aber genau diese Werte haben Zukunft! Auch und gerade in einer orientierungslosen Gesellschaft, die sich allenthalben nach Orientierung und Lebensglück sehnt. Zukunft für christliche Werte gibt es aber nur, wenn es Christen gibt, die zu ihren Werten stehen. Christen, denen bewußt wird, daß Christsein zu wahrer Freiheit führt, die anderen von einer nach christlichen Maßstäben gelebten Ehe und Familie und den unfaßbaren Glücksmomenten mit ihren Kindern erzählen, die sich stabile familiäre Beziehungen wünschen und dafür auch angesichts von Krisen kämpfen, die sich in gewinnender Weise für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder einsetzen und verzweifelten Müttern oder Familien tatkräftig helfen, angesichts schwieriger Umstände und einer weithin familienfeindlichen Politik Ja zum Kind zu sagen, die sich um Arme, Alte und Kranke in ihrer Familie oder im Stadtviertel kümmern, die Gott einen Platz in ihrem Leben einräumen, durch Gebet, Teilnahme am Gottesdienst, in christlichen Verbänden oder in der Erziehung, die am Arbeitsplatz, im Freundeskreis, im Fernsehen, im Internet und in der Politik begeistert und ansteckend über ihren Glauben sprechen und die in Kirche und Politik die Verantwortlichen ermutigen, sich von der schlotternden Furcht vor einem glaubensfeindlichen Zeitgeist zu befreien, die Politik nach christlichen Maßstäben ohne Furcht vor Fehlschlägen und Niederlagen einfordern  … und, und, und.
Solche Christen sind bündnisfähig mit allen Menschen guten Willens, die jenseits der materiellen Bedürfnisse über die Bedingungen für ein gutes Leben und eine humane Gesellschaft nachdenken. Im Alltagsleben wie in der Politik. Sie können den entscheidenden Unterschied machen.