Der Landesvorsitzende der Paneuropa-Union Rheinland-Pfalz, Werner Euskirchen, inszeniert auf presse- und publikumswirksame Weise regelmäßig das Gedenken an historische grenzüberschreiten-de Ereignisse, um vor allem auch junge Leute aus mehreren Ländern zur Befassung mit der Geschichte und Identität Europas anzuregen und so das europäische Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
Ein besonderer Höhepunkt war jetzt das große paneuropäische Jubiläum in Lunéville in Lothringen.
Vor genau 300 Jahren heiratete Maria, Tochter des polnischen Königs Stanislaus Leszczyński, der im Exil im pfälzischen Zweibrücken lebte, den französischen König Ludwig XV.. Mit starkem Echo in der deutschen und französischen Regionalpresse kam es in Lunéville zu einer paneuropäischen Verschwisterungsfeier mit Teil-
nehmern aus Deutschland, Frankreich und Polen. Auf einen Festgottesdienst in der von König Stanislaus gestifteten Jakobskirche und einen Gang mit alten Uniformen zum Rathaus der Stadt folgte ein Empfang im Schloßgarten mit historischen Tänzen. Werner Euskirchen verwies in seiner Ansprache darauf, daß mit dieser familiären Verbindung schon vor 300 Jahren eine Grundlage für das heute so genannte Weimarer Dreieck gelegt wurde. Die Verbindung ging damals bis Litauen, wo der polnische König zu dieser Zeit auch Großfürst war. Unter den Ehrengästen waren die Bürgermeisterin von Lunéville, Catherine Paillard, und der Landesvorsitzende der Paneuropa-Union Hessen, Matthias Wilkes. Wikes erinnerte daran, daß König Stanislaus aus Leszno stammte, einer Stadt in der Woj-wodschaft Großpolen, die mit dem Land Hessen verschwistert ist. Die Stadträtin für Außenbeziehungen und Paneuropäerin Marie Viroux nannte die ausgerufene „paneuropäische Stanislaus-Route“ eine „Straße zur europäischen Einheit“.